
Kronen Zeitung
FREUDE ÜBER WM-HOTEL
Rangnick: „Kann es immer noch nicht fassen, warum“
Beinahe hätte Australiens Verband Österreich sein Wunschquartier bei der Fußball-WM in Nordamerika weggeschnappt. Die Österreicher werden vor und während der Gruppenphase im Hotel Ritz-Carlton Bacara in Santa Barbara direkt an der Pazifikküste logieren. Laut ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick hatten ursprünglich die Australier eine Option darauf gezogen, diese aber zurückgegeben. „Ich kann es immer noch nicht fassen, warum“, sagte Rangnick. „Aber das ist nicht unser Problem.“
Rangnick hatte nach der WM-Auslosung im Dezember selbst einige Quartiere entlang der Westküste abgeklappert. „Von allen, die ich damals angeschaut habe, war das mit Abstand das beste – in jederlei Hinsicht“, erklärte der Deutsche. Neben den klimatischen Bedingungen und dem Licht nannte Rangnick auch die für US-Verhältnisse „extrem kurzen Entfernungen“ als Grund. Vom Hotel zum Trainingsstadion sind es zehn Minuten, zum kleinen Flughafen 15.
„Ich bin sehr happy, dass wir dieses Quartier haben“, sagte Rangnick. „Das ist mit Sicherheit das beste, das wir kriegen konnten.“ Dabei gehe es ihm gar nicht so sehr um das Thema Luxus, betonte der 67-Jährige. „Aber es ist natürlich ein Traum, wenn du direkt am Pazifik bist. Du hast direkten Meerzugang.“ Zu den WM-Spielen gegen Jordanien (17. Juni MESZ in Santa Clara bei San Francisco), Argentinien (22. Juni in Dallas) und Algerien (28. Juni MESZ in Kansas City) müssen David Alaba und Co. dafür stets ins Flugzeug steigen.
Gruppengegner mit weniger Reisen
Weltmeister Argentinien und Algerien haben sich jeweils für ein Quartier im Umland von Kansas City entschieden und ersparen sich damit eine bzw. zwei Reisen. Mit England und den Niederlanden wählten zwei weitere Schwergewichte diese Region. ÖFB-Auftaktgegner Jordanien schlägt seine Zelte in Portland in Oregon auf. Australien, in eine Gruppe mit Gastgeber USA gelost, entschied sich letztlich für Oakland bei San Francisco.
Die Österreicher bestreiten ihre bereits fixierten WM-Testspiele in Wien gegen Ghana (27. März), Südkorea (31. März) und Tunesien (1. Juni). „Die drei Gegner haben wir nach den Kriterien ausgewählt, dass sie möglichst jeder für sich einem WM-Gruppengegner nahekommen“, sagte Rangnick. „Dass wir jetzt dreimal zu Hause spielen, finde ich, ist auch kein Nachteil.“
Bezüglich des vierten und letzten Testspielgegners soll es laut ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold „in den nächsten ein, zwei oder drei Wochen“ mehr Klarheit geben. Österreichs WM-Generalprobe soll am 8., 9. oder 10. Juni möglichst in Kalifornien über die Bühne gehen. „Hoffentlich nicht allzu weit weg vom Hotel“, wünschte sich Rangnick.
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